ASTRA 2A erfolgreich gestartet SES mit erstem Satelliten permanent auf 28,2° Ost
Der ASTRA 2A-Satellit der Luxemburger Société Européenne des Satellites (SES) an Bord der russischen Proton D-1-e Trägerrakete ist am 30. August 1998 um 06.31 Uhr Ortszeit Baikonur (02.31 Uhr MEZ) vom Kosmodrom in Baikonur (Kasachstan) gestartet. ASTRA 2A ist der achte Satellit der ASTRA-Serie und der erste Satellit der SES, der permanent auf 28,2° Ost positioniert wird.
Von Hughes Space and Communications gebaut ...
Der Satellit wurde von Hughes Space and Communications aus El Segundo, Kalifornien gebaut. ASTRA 2A ist ein Satellit vom Typ HS 601 HP (HP = Hight Power). Er stellt in den ersten 5 Betriebsjahren 32 aktive Transponder mit einer Sendeleistung von 98,5 Watt zur Verfügung, danach 28 Transponder. Für Bahnkorrekturen ist der Satellit sowohl mit neuartigen elektronischen Xenon-Triebwerken als auch mit herkömmlichen Triebwerken ausgestattet. Gallium-Arsenid Solarzellen versorgen ASTRA 2A mit 7 Kilowatt elektrischer Leistung. ASTRA 2A verfügt ebenfalls über ein fortschrittliches Antennen-Design. Eine Besonderheit ist die Oberflächentechnologie der Firma Hughes für die beiden grossen, leichtgewichtigen Antennenreflektoren. Der Satellit hatte beim Start ein Gewicht von 3.635 Kilogramm und ist auf eine Lebensdauer von 15 Jahren ausgelegt.
... Start durch International Launch Services (ILS)
Der Start von ASTRA 2A an Bord der Proton-Trägerrakete wurde von International Launch Services (ILS) durchgeführt, einem Gemeinschafts-unternehmen von Lockheed-Martin (USA), sowie Khrunichev und RSC Energia aus Rußland.
Die ersten drei Stufen der Proton D-1-e-Trägerrakete brachten ASTRA 2A in eine erdnahe elyptische Umlaufbahn mit einem Perigäum von 179 Kilometern und einem Apogäum von 215 Kilometern Höhe sowie einer Bahnneigung von 51,6°. Der Satellit erreichte diese Umlaufbahn 10 Minuten nach dem Abheben der Trägerrakete vom Kosmodrom in Baikonur.
Eine Stunde und vierzehn Minuten nach dem Start erfolgte die erste Zündung der vierten Raketenstufe (Block DM), mit der das Apogäum der Umlaufbahn auf 36.000 Kilometer erhöht wurde.
Die zweite Zündung des Block DM erfolgte sechs Stunden und zwanzig Minuten nach dem Start, um die vierte Stufe samt Nutzlast in die anvisierte Umlaufbahn zu bringen. Dabei wurde das Perigäum der Umlaufbahn auf 7.900 Kilometer erhöht und gleichzeitig die Bahnneigung von 51,6° auf 12,4° reduziert.
Zwanzig Minuten nach der zweiten Zündung der Block DM-Stufe wurde der ASTRA 2A-Satellit erfolgreich im All ausgesetzt. Erste Signale des Satelliten empfing eine Kontrollstation in Sidney.
Während der nächsten Tage werden vier Zündungen des ASTRA 2A- Apogäumsmotors den Satelliten in die geostationäre Umlaufbahn bringen. Die bordeigenen Triebwerke werden jeweils bei der vierten, sechsten, achten und zehnten Erdumdrehung gezündet.
Voraussichtlich am elften Tag nach dem Start werden die Sonnenpaddel sowie die beiden Kommunikations-Antennen des Satelliten ausgefahren. Nach einer eingehenden Überprüfung sämtlicher Systeme wird der Satellit dann auf der Orbitalposition 28.2° Ost positioniert und die bestehenden Dienste von ASTRA 1D auf den neuen Satelliten umgeschaltet. ASTRA 2A wird in etwa fünf Wochen den kommerziellen Sendebetrieb aufnehmen. Zu den SES-Kunden für Digital-Kapazität auf 28,2° Ost gehören: BSkyB, BBC, Flextech, Discovery, UKTV, Turner Broadcasting und Viacom.
Weitere Informationen:
Yves FeltesSES Press Relations Manager
L-6815 Château de Betzdorf
(00352) 710 725 1
And/or: www.astra.lu
